Die Entitäten schließlich beginnen mit dem Schlüsselwort ENTITY. Darauffolgend muß der Name der Kurzreferenz erscheinen; dann ein optionales Schlüsselwort, welches die Art der Entität näher beschreibt. Ohne Schlüsselwort handelt es sich um eine normale lokale Abkürzung für ein Dokument. Anschließend wird in Anführungszeichen normalerweise ein Text stehen. Beispiel:
<!ENTITY uniKa ``Universität Karlsruhe``>
Der Aufruf erfolgt dann wie in Kapitel 5.1 schon gezeigt in der Form:
Diese Seminararbeit entstand an der &uniKa; in Deutschland.
Hier wird &uniKa; durch Universität Karlsruhe ersetzt.
Auch das in einem früheren Kapitel erwähnte Zusammenbinden von verteilten Dokumenten ist mit Entitäten möglich. So kann man mit dem Schlüsselwort SYSTEM auf einfache Weise an einer Stelle (z.B.: &anhang;) einen Dateiinhalt einfügen. Beispiel:
<!ENTITY anhang SYSTEM ``/texte/anhang.doc``>
Mit Entitäten ist es auch möglich, Sonderzeichen zu erzeugen. SGML basiert auf der ``International Reference Version`` (ISO 6937) des ASCII-Zeichensatzes, der z.B. keine deutschen Umlaute enthält. Beispiele:
<!ENTITY auml SDATA ``[auml]``>
<!ENTITY plusmn SDATA ``A``>
Im ersten Fall wird ein kleines ä definiert, während im zweiten der Code mit dezimalen Wert 27 gefolgt vom Zeichen A definiert wird (entspricht Plusminus). Bei SDATA handelt es sich um ein Schlüsselwort, welches dem System anzeigt, daß es sich bei der Entität um Systemdaten handelt wenn sie referenziert werden, die damit system-, geräte- oder applikationsabhängig sind. Auf diese Art und Weise sind mittlerweile Entitäten-Bibliotheken für die meisten Sprachen und wissenschaftlichen Zeichensätze erschienen.