Fast alle Soundeditoren benutzen eine ähnliche Art die abgetasteten Daten auf dem Bildschirm darzustellen. Ein zweidimensionales Koordinatenkreuz wird in einem Bildbereich eingezeichnet, wobei nur der 1. und 4. Quadrant zu sehen ist. In horizontaler Richtung ist die Zeit eingetragen, in vertikaler die Größe der Abtastwerte, die den Amplituden des Eingangssignals entsprechen. Das Ganze ist bei Stereosamplings immer doppelt untereinander vorhanden.
Viele Editoren stellen in der Grundstellung eine normalisierte Abbildung des Samplings dar - die Gesamtlänge des Samplings wird vollständig auf die maximale horizontale Darstellungsbreite projiziert, die zugehörigen Zeiteinheiten werden (angepaßt) zumeist unter der graphischen Darstellung mitausgegeben - d.h. man hat einen Gesamtüberblick über das Sampling, kann aber meist wegen der zu geringen Bildschirmauflösung bezüglich der Länge des Samplings den genauen Signalverlauf nicht gut erkennen. Andere Editoren bieten dies immerhin als alternative Möglichkeit zur Grundstellung an (FULLVIEW).
Um diesem Manko entgegenzuwirken, kann man sich einen selektierten
Ausschnitt vergrößern (ZOOM IN). Oft sind nur ganz bestimmte
Vergrößerungen
möglich, die aber in der Regel vollkommen ausreichen. Bei einem
Vergrößerungsmaßstab von 1:1 kann man dann gut die einzelnen Abtastwerte
erkennen (siehe Abb.
).
Figure: Beispiel einer Vergrößerung im Maßstab 1:1
Genau das Gegenteil ist auch möglich: eine Verkleinerung (ZOOM OUT) entweder bis zur oben genannten Volldarstellung oder manchmal auch (beliebig) kleiner. Somit hat man die Möglichkeit einen gewünschten Bereich breitenfüllend anzusehen. Einige Editoren können auch die Größe der Abtastwerte vergrößert/verkleinert darstellen.