Die Link-Klasse dient dazu logische Beziehungen zwischen Action-Objekten und
Content-Objek-
ten bzw. virtuellen Sichten herzustellen. Dazu bezieht sich
jedes Link-Objekt zur Laufzeit auf ein bestimmtes Ereignis und schickt, wenn
dieses eintritt, Action-Objekte an vorher spezifizierte MHEG-Objekte.
Diese ereignisorientierte Art der Beschreibung von Abläufen vereinfacht
das Erstellen komplexer Präsentationen, da der Autor hier nicht wie in
prozeduralen Skriptsprachen komplexe parallele Abläufe in einer sequentiellen
Sprache formulieren muß, sondern die Aufgabe der korrekten Synchronisation
von Parallelitäten an das MHEG-Laufzeitsystem weitergibt.
Ein Link-Objekt beschreibt immer eine Beziehung zwischen exakt einem
Quellobjekt und einem oder mehreren Zielobjekten. Die Bedingung (trigger
condition) zum Ausführen eines Links bezieht sich auf eine mögliche
Zustandsänderung des Quellobjekts (z.B. Übergang von NOT-MODIFIED nach
MODIFIED).
Dazu kann noch eine Zusatzbedingung (constraint condition) angegeben
werden, die mit der Hauptbedingung durch logische Operatoren, wie
z.B. AND und OR, verknüpft werden kann, so daß ein nötiger Kontext
zur Ausführung eines Links miteinbezogen werden kann.
