Unter einem Element versteht man bei SGML die wichtigste Strukturierung: Ein Element beschreibt einen durch eine Anfangs- und eine Endmarkierung zusammengefaßten Abschnitt, der einer gemeinsamen Verarbeitung unterliegt. Dabei kann es sich z.B. um einen Absatz in einem Textdokument handeln, der später in einer bestimmten Darstellung angezeigt wird. Da es sich hier um das deskriptive Markup handelt, ist die Schriftart natürlich zunächst uninteressant.
Die Art des Elements ist durch einen eindeutigen Namen spezifiziert (''GI: Generic Identifier''), welcher bei der notwendigen Deklaration des Elements angegeben wurde. Dieser Name wird dann beim Markup eines bestimmten Abschnittes bei der Anfangs- und der Endmarkierung benutzt.
Elemente können auch geschachtelt sein. So ist es z.B. möglich, daß die Elemente TELEFON-NR und ADRESSE Unterelemente des Elements BRIEFKOPF sind.
Weiterhin findet man in der Deklaration eines Elements ein sogenanntes Inhaltsmodell. Die Parameter dieses Inhaltsmodells geben an, welche Unterelemente und Zeichenketten in dem Element vorkommen. Auch wird hier durch besondere Verbindungszeichen zwischen den Parametern festgelegt, ob die Reihenfolge ihres Auftretens oder die Häufigkeit ihres Auftretens von Bedeutung ist.
Man kann ein Element also als eine hohe Abstraktion von getrennten und identifizierbaren Teilen des Inhalts eines Dokuments betrachten. Dies ist eine konzeptuelle wie auch hierarchische Abstraktion.