Standardfunktionen

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Im folgenden Abschnitt geht es um einige Standard-Editierfunktionen, wie
man sie auch aus anderen Programmen kennt. Zu diesen gehören das Kopieren
eines Ausschnitts in einen temporären Puffer (CLIPBOARD),
das Wiedereinfügen
eines zuvor kopierten Bereichs an einer anderen Stelle und das Löschen
eines Bereichs. Zusätzlich gibt es noch eine ganze Reihe weiterer Funktionen.
Alle diese Funktionen haben eines gemeinsam: Man muß vorher einen Bereich
selektieren, auf den man die Funktion anwenden will (im Extremfall
natürlich auch das gesamte Sampling).
- Löschen eines Bereichs: Um einen Ausschnitt zu löschen, selektiert man den zu löschenden
Bereich und wählt dann die Funktion CUT. Dies hat zur Folge, daß der
nachfolgende Teil des Samplings ohne Unterbrechung an den ersten Teil
vor dem gelöschten Bereich angehängt wird.
- Trimmen eines Bereichs: Um das genaue Gegenteil von CUT zu
erreichen, d.h.
alles außer dem selektierten Bereich zu verwerfen,
benutzt man die Funktion TRIM. Übrig bleibt der
selektierte Bereich, der jetzt an den Anfang wandert d.h. zum Zeitpunkt
Null beginnt.
- Verschieben eines Bereichs: Um einen Bereich zu verschieben, hat man vier
Schritte zu tun:
- Selektion des zu verschiebenden Bereichs
- Kopieren in den temporären Puffer mittels COPY
- Löschen des noch immer selektierten Bereichs (CUT)
- Einfügen der zwischengespeicherten Daten an eine anzugebende Stelle
im Sampling (PASTE)
- Kopieren eines Bereichs: Einen bestimmten Bereich nur zu kopieren,
geschieht ähnlich wie das Verschieben, indem man den Löschschritt (CUT)
überspringt. Die zwischengespeicherten Daten bleiben weiter (bis zum
nächsten Aufruf von COPY) erhalten und stehen somit für weitere Verwendung
zur Verfügung z.B. durch Mischen - auf das weiter unten noch eingegangen
wird - in ein neu geladenes Sampling.
- Umkehren eines Bereichs: Auf einen selektierten Bereich wendet
man die Funktion REVERSE an, was zur Folge hat, daß der Ausschnitt
dann später,
z.B. bei der Wiedergabe, rückwärts gespielt wird - man denke hier nur an die
angeblich versteckten Botschaften in alten Platten, die man dadurch
wieder zum Vorschein bringen kann (wer genug Phantasie hat :-> ).
- Stummschalten eines Bereichs: Einen Bereich stummzuschalten
(CLEAR) bedeutet, daß die Lautstärke ganz heruntergedreht wird
(was einem Überschreiben der
entsprechenden Samples mit Null entspricht; VORSICHT!!!), jedoch
im Gegensatz zum Löschen
bewirkt, daß der nachfolgende Teil des Samplings nicht vorverschoben wird.
- Einfügen eines stummen Bereichs: Das Einfügen eines stummen
Abschnitts von anzugebender Länge ist bei
einigen Editoren möglich (INSERT SPACE bzw. SILENCE).
Alle oben genannten Funktionen haben eines gemeinsam: es werden immer nur
- schon vorgegebene - Bytes im Speicher bewegt, es sind jedoch dabei
keinerlei Rechenoperationen auszuführen. Dies wird sich im folgenden
Abschnitt ändern.

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Christian Fuchs
Sun May 7 14:23:18 MET DST 1995