QuickTime ist eine Erweiterung des Macintosh- Betriebssystems, die es erlaubt, zeitbasierte Daten in Anwendungsprogrammen zu verwenden. Zeitbasierte Daten sind hier hauptsächlich typische Multimedia-Daten wie Audio- und Videosequenzen oder Animationen, können aber genauso andere zeitabhängige Daten sein wie zum Beispiel Daten eines Meßgeräts. Solche Datensätze, die movie genannt werden, können durch die Integration von QuickTime in das Betriebssystem genauso angezeigt und mit dem Macintosh-einheitlichen cut, copy und paste genauso bearbeitet werden, wie man es von Textdateien auch gewohnt ist.
Figure: Überblick [App93a]
QuickTime stellt eine Vielzahl von Funktionen zur Verfügung, mit denen der Programmierer seine eigenen Multimedia-Anwendungen entwickeln kann, ohne selbst grundlegende Funktionen wie die Wiedergabe eines Films oder das Aufzeichnen einer Animation programmieren zu müssen. QuickTime enthält schon sehr komplexe Funktionen, die einerseits den Programmierer die Arbeit erleichtern, andererseits für den Anwender in jedem Programm das gleiche Erscheinungsbild bieten. Eigene Neuentwicklungen wie neue Kompressionsalgorithmen oder Treiber für einen neuen Videodigitalisierer lassen sich ebenfalls einbinden und können dann von allen Anwendungen genauso einfach benutzt werden, wie das mit den Standardroutinen möglich ist. Leider läßt die Tatsache, daß die technischen Einzelheiten von QuickTime vom Benutzer und Programmierer verborgen werden, keine genauen Aussagen über die Funktionsweise und Details der Implementation zu. So sind vor allem die Bildkompressoren - die hier von besonderem Interesse wären - fast alle Apple-Eigenentwicklungen, über die so gut wie keine technischen Einzelheiten bekannt sind. Konvention zur Schreibweise: Die englischsprachigen Bezeichnungen der Bestandteile von QuickTime sind in diesem Text direkt übernommen. Auf eine Übersetzung der Begriffe wurde verzichtet, so daß der interessierte Leser weiterführende Informationen problemlos in der Originaldokumentation finden kann.