Nächstes: Rekonstruktion des Ausgangsbildes
Letztes: Quantisierung
Bei der Codierung geht es darum, die aus dem Quantisierungsschritt erhaltenen
Symbolzeichen möglichst ,,kompakt`` darzustellen. Dabei muß allerdings
ein verlustfreies Kompressionsverfahren benutzt werden, da sonst die
Qualität des Ausgangssignals über das tolerierbare Maß hinaus in
Mitleidenschaft gezogen würde.
Bei der Wahl des Codierverfahrens muß berücksichtigt werden, inwieweit
eine schnelle Rekonstruierbarkeit des Originalbildes wichtiger ist als eine
optimale ,,Packdichte``. Je nach Prioritätsfestlegung muß die
Entscheidung zugunsten eines geeigneten Verfahrens getroffen werden - die
für den Kompressionsvorgang nötige Zeit kann dabei beträchtlich
(Faktor 40 ist durchaus realistisch) variieren.
Hinsichtlich einer hohen Verarbeitungsgeschwindigkeit bietet sich besonders
bei der Codierung der Nullkoeffizienten ein klassisches RLE-Verfahren an
(Run-Length-
Encoding), das wohl keiner weiteren
Erläuterung bedarf. Im Anschluß an den RLE-Durchlauf wird häufig eine
Huffman-Codierung angewendet - es ist aber natürlich auch möglich ein
Codierverfahren anzuwenden, welches Symbole identischer Bitlänge erzeugt.
Ausdrücklich hingewiesen werden soll hier auf die Technik des sogenannten
,,zero tree encoding`` (z.B. Shapiro 1993). Dieses Verfahren nutzt
vereinfacht ausgedrückt Analogien zwischen den einzelnen Wavelet-Bändern
aus und erzielt so ausgesprochen gute Resultate. Allerdings müssen u.U.
drastisch höhere Codierzeiten eingeplant werden.