Das RGB-Modell ist ein additives Farbmodell, d.h. mischt man die drei Farben
Rot, Grün und Blau mit bestimmten Intensitäten zusammen, so ergibt sich
die Farbe Weiß. Beim RGB-Modell werden die darstellbaren Farben als Punkte
eines im Ursprung eines Kartesischen Koordinatensystems liegenden
Einheitswürfels beschrieben. Auf den positiven Achsen dieses
Koordinatensystems werden die drei Primärfaben Rot, Grün und Blau
aufgetragen. Die Hauptdiagonale des Einheitswürfels, sie geht vom Punkt
(0,0,0) zum Punkt (1,1,1), enthält die Farben mit gleich großem Anteil an
allen Primärfarben. Sie repräsentiert die Grauwerte, wobei Schwarz im
Ursprung (0,0,0) und Weiß im Punkt (1,1,1) liegen. Eine Farbe wird dann
durch die Anteile an den drei Primärfarben beschrieben, die zur Farbe
Schwarz addiert werden.
Das RGB-Modell ist wichtig bei der Farbdarstellung auf Monitoren. Bei
Farbbildschirmen werden drei Phosphorarten auf der Mattscheibe aufgebracht,
die von drei unabhängigen Elektronenkanonen angesteuert werden und das in
drei Teilbilder (RGB) zerlegte Farbbild erzeugen. Daraus ergibt sich die
besondere Bedeutung des RGB-Modells: alle anderen Farbbeschreibungen müssen
vor der Farbausgabe in den äquivalenten Punkt des RGB-Würfels umgerechnet
werden.
Benutzen zwei Farbbildschirme Kathodenstrahlröhren mit verschiedenem
Phosphor, so ergeben sich auch unterschiedliche Farbskalen. Man kann jedoch
durch eine Transformationsrechnung die auf einer Kathodenstrahlröhre
spezifizierte Farbe auf die Farbskala der anderen Röhre abstimmen.