Von einem universellen Soundplayer wird erwartet, daß er die am häufigsten vorkommenden Soundformate, soweit dies möglich ist, selbständig erkennen kann und diese richtig zu deuten vermag. D.h. die mitunter sehr vielfältigen Möglichkeiten, die die einzelnen Formate bieten wie z.B. 8/16bit Samples, Mono/Stereo, korrekte Samplingrate, signed/unsigned, U-Law/A-Law codiert usw. - um nur einige zu nennen - müssen alle berücksichtigt werden.
Natürlich sollte er die Samplings möglichst originalgetreu wiedergeben können, besonders im Hinblick auf die vorhandene Hardware. Daß dies nicht immer so einfach sein kann, wird einem schnell klar, wenn man sich vor Augen hält, daß (vor allem im PC-Bereich) eine große Menge an Soundkarten existiert, die mit zum Teil sehr unterschiedlichen Fähigkeiten ausgestattet sind, und daß diese durch zugehörige Treiber z.B. unter Windows weitgehend verdeckt werden. Jedoch bringt dies natürlich den Vorteil mit sich, daß man nicht mehr an die Hardware gebunden ist und dem entsprechenden Treiber viele Anpassungen bezüglich Geschwindigkeit (d.h. Samplingwiedergaberate) oder auch Mono-/Stereo-Wiedergabe überlassen kann. Wenn aber die Anforderungen zu stark von den Hardwareleistungen abweichen, muß man sich fragen, ob es im einen oder anderen Fall nicht sinnvoller ist, eine Meldung auf dem Bildschirm auszugeben und die Soundausgabe zu verweigern, weil einfach keine angemessene Soundwiedergabe möglich ist. Man denke hier an ein Sampling in CD-Qualität auf der einen Seite und einen PC-Speaker auf der anderen. Deshalb beschränkt sich die unten vorgestellte Software für MS-DOS auf die Soundblasterkarte bzw. Kompatible dazu, weil diese die am weitesten verbreitete ist.
Bei den Workstations wie SUN oder Silicon Graphics stellt sich dieses Problem weit weniger, denn normalerweise wird sowohl die Audiohardware wie auch die nötige Software bereits vom Hersteller geliefert und diese sind entsprechend gut aufeinander abgestimmt, so daß die Hardwarefähigkeiten auch vollständig genutzt werden.