Immer mehr Computer sind heute mit Audio-Hardware ausgestattet. Durch
die steigende Qualität und die gleichzeitig sinkenden Preise der
Audioerweiterungen ist die Verbreitung und damit auch die Bedeutung
von Sound auf dem Computer enorm gestiegen. Eine Multimediaanwendung ohne
Sound wäre nunmal nicht multimedial. Unzählige Megabytes an Sounddateien
stehen uns systemübergreifend durch Mailboxen, Internet-Server oder auf
CD-ROM zur Verfügung.
Doch fast jedes Computersystem benutzt ein eigenes Audio-Format für
solche Sounddateien.
Die Zahl der Formate ist groß, da jeder Hersteller meint, er müsse ein
eigenes Format definieren, wie z.B. das in Windows benutzte WAVE-Format von
Microsoft, das sich kaum vom AIFF-Format unterscheidet. Trotz der
großen Verwandtschaft zwischen einigen Formaten ist eine Konvertierung
unumgänglich.
Es gibt zwei Typen von Audio-Formaten: Selbstbeschreibende
und Roh-Formate. Selbstbeschreibende Formate haben einen Kopf, der wichtige
Informationen über das Sample enthält, wie die Zahl der Bits
pro Sample-Wert (z.B. 8 oder 16 Bit), die Samplingrate (Samples pro Sekunde),
die Zahl der Kanäle (Mono, Stereo, Quadro) und ggf. das verwendete
Kompressionsverfahren.
Roh-Formate enthalten nur die Samplewerte, die Parameter sind durch die
zugehörige Hardware fest vorgegeben. Sie sind schwieriger zu handhaben,
da keine Information über die Interpretation der Daten und die Herkunft des
Formats vorliegt. Dies alles muß ein Konvertierungsprogramm berücksichtigen.
Prinzipiell geht ein Audio-Formatkonverter so vor: Er liest eine Sounddatei ein und wandelt die darin enthaltenen Informationen in die Darstellung des Ausgabe-Formats. Bei der Konvertierung kann es zu einem Qualitätsverlust kommen. Beispielsweise bei der Umwandlung eines 16-Bit-Samples in ein 8-Bit-Format oder wenn die Samplingrate an das Ausgabeformat angepaßt werden muß. Bei solch einer Änderung der Samplingrate (Resampling) entsteht in der Regel Rauschen. Konvertierungsprogramme unterscheiden sich also nicht nur in der Anzahl und Wahl der unterstützten Audio-Formate, sondern auch in der Qualität, wenn zwischen zwei Formaten nicht verlustfrei umgewandelt werden kann.