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Für die Kompression von Standbildern sind bereits mehrere Algorithmen bekannt,
die z.T. beachtliche Kompressionsraten ermöglichen. Einer der bekanntesten
Vertreter dürfte wohl JPEG sein, bei dem mit Hilfe einer diskreten
Kosinustransformation Kompressionsraten von 1:35 in
akzeptabler Qualität machbar sind.
Das in diesem Text beschriebene Wavelet-basierte Verfahren ermöglicht auch
Kompressionsraten, die in der Größenordnung von 1:65 liegen. Das Verfahren
ist noch verhältnismäßig neu:
Die Entstehung einer einheitlichen Wavelettheorie kann man etwa am Ende der
80er Jahre feststellen als Yves Meyer Entwicklungen aus Mathematik und
Geophysik in Zusammenhang bringt. Die hierbei entstehende
Theorie wurde von Ingrid Daubechies (Bell Labs) und Stephane Mallat
(New York University) weiterentwickelt, wobei sich Verbindungen zur
Signalverarbeitung ergaben.
Zwischenzeitlich gibt es zum Themenkomplex Wavelets zahlreiche
Publikationen,
und neben der Signalverarbeitung gibt es beispielsweise Anwendungen dieser
Theorie in der Statistik und bei der Behandlung von Differentialgleichungen.
Auch bei der Erforschung von Fraktalen kann die Wavelettheorie von Nutzen sein.
Der vorliegende Text will sich allerdings darauf beschränken ein
Grundverständnis für den Nutzen von Wavelets bei der Kompression von
Standbildern zu ermöglichen, weswegen die mathematischen Grundlagen
dieses Themengebiets hier nicht vertieft werden.