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Allgemeines

Das TIFF-Grafikformat (TIFF=Tagged Image File Format) wurde von der Firma Aldus in Zusammenarbeit mit anderen Herstellern als Standard-Dateiformat in erster Linie für Desktop Publishing und damit verbundene Anwendungen entwickelt. Statt der Unterstützung zahlreicher Formate für jeden Scannerhersteller, jeder Desktop-Publishing-Applikation und jedes Zeichenprogrammes sollten die Hardware- und Software-Hersteller sich nur noch um ein Dateiformat kümmern müssen. Ziel war es, durch das Bereitstellen eines Standard-Formates zur Digitalisierung und Bearbeitung von Bildern den Austausch von Bild-Daten zwischen den verschiedenen Anwendungen zu erleichtern.
TIFF ist für die Bearbeitung verschiedener Arten von Bildern, wie Graustufen- und Farbbilder auch mit verschiedenen Auflösungen, ausgelegt. Das Format erlaubt es auch, mehrere Versionen desselben Bildes in einer Datei abzulegen, so daß man z.B. ein Bild in verschiedenen Auflösungen in einer Datei speichern kann. Die Struktur des TIFF-Formats ist so angelegt, daß zukünftige Erweiterungen leicht hinzugefügt werden können. Bestehende Applikationen müssen dann nicht geändert werden, sofern sie von den Neuerungen keinen Gebrauch machen wollen. Sie ignorieren einfach die ihnen unbekannte Kennungen und verwenden nur die Informationen aus der TIFF-Datei, die sie interpretieren können.
Ein weiterer Vorteil des TIFF-Formats ist dessen Maschinenunabhängigkeit. Es ist weder abhängig von den Prozessoren einer Firma noch von einem bestimmten Betriebssystem, und kann somit unter UNIX genauso wie unter MS-DOS oder auf einem Macintosh zur Anwendung kommen.
Das TIFF-Format besitzt keine feste Dateiorganisation wie z.B. das PCX-Format, bei dem die Stellen der einzelnen bildbeschreibenden Attribute, wie etwa die X-Auflösung, schon vor dem Lesen bekannt sind. Die Bild-Attribute werden beim TIFF-Format über sogenannte Kennungen beschrieben. Sie beinhalten Name und Größe der Information, sowie deren Wert oder einen Zeiger auf die Information, die an anderer Stelle in der Datei liegen kann. Es können so viele Kennungen angefügt werden, wie man zum Speichern des Bildes benötigt. Die Kennungen einer Bilddatei werden Image File Directory (IFD) genannt. Eine Datei kann mehrere durch Zeiger verkettete IFDs enthalten, die dann jeweils eine andere Version des Bildes, wie z.B. mit unterschiedlicher Auflösung beschreiben.
Eine TIFF-Datei besteht somit im wesentlichen aus drei großen Teilen:

  1. Header
  2. Image File Directory
  3. Die eigentlichen Daten


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Michael Enderle
Fri Apr 28 13:40:59 MET DST 1995